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Grundlagen

Auf dieser Seite werden grundlegende Informationen zu übergeordneten Einheiten dargestellt. Sie entstammen dem Probe-Handout zur Einführung der übergeordneten Einheiten in Land Niedersachsen.

Diese Seite wird erst angepasst, wenn das Handout angepasst wird. Kreis-Spezifische oder ggf. neuere Erkenntnisse findet ihr in den jeweiligen Beiträgen zu den Übergeordneten Einheiten.

Ausgangslage

  • Das NBrandSchG sieht in §3 vor, dass die Landkreise Kreisfeuerwehrbereitschaften aufstellen.
  • Darüber hinaus können die Landkreise Kreiseinheiten für besondere Aufgaben (z.B. Gefahrgut, ELW 2) bilden.
  • Entsprechend können auch Gemeinden/Städte eigene sogenannte „Gemeindeeinheiten“ (z.B. Verpflegung, ELW) bilden.
  • Nicht nutzbar für gemeinsame Jugend- und Kinderfeuerwehren (NBrandSchG)!
  • Gleiches ist auch auf Landesebene vorgesehen (z.B. CFFT-Einheiten, Schiffsbrandbekämpfung)
  • Diese Einheiten (Kreisbereitschaften, Kreiseinheiten, Gemeindeeinheiten etc.) werden in FeuerON als übergeordnete Einheiten - kurz üE - bezeichnet.
  • Vorteil: Einheitsführer sehen nur das ihnen zugeordnete Personal bzw. die er „üE“ zugeordneten Fahrzeuge.

Wann ist eine Einheit eine "üE"

  • Sie setzt sich aus Mitgliedern mehrerer Einheiten (Ortsfeuerwehren) zusammen und das Personal ist nicht abbildbar über die Checkbox „Für Einsätze der gesamten Stadt/Gemeinde sichtbar“
  • Sie ist direkt alarmierbar
  • Sie schreibt eigene Berichte (Einsatzbericht und Dienstbuch)
  • Sie sollte eine gewisse Stärke haben (Personalstärke/Einsatzkraft)

Auf welcher Ebene ist eine üE sinnvoll?

  • Hier das Beispiel Kreisfeuerwehrbereitschaft
    • Untergliederung einzelner Züge als eigene üE nicht sinnvoll!
      • Einsatzberichte für zusammengesetzte Züge bzw. gesamte KFB nicht möglich. (Hauptbericht/Nebenbericht oder 2 Hauptberichte)
      • Dienstbuch für gemeinsame Dienste nicht möglich
      • Personalunterstützung zwischen den Zügen schwer
      • Auswertung durch Bereitschaftsführer für die gesamte Bereitschaft umständlich
    • Hier ist also die Nutzung der Untergliederung mit dem Menüpunkt „Zug/Gruppe“ sinnvoller

Ziele und Einführung "üE" in FeuerON

  • Die übergeordneten Einheiten sollen die folgenden Funktionalitäten von FeuerON nutzen können
    • Personalverwaltung
    • Fahrzeugverwaltung (für Berichte)
    • Dienstbuch
    • Einsatzberichte
  • Die Einführung erfolgt schrittweise!
    1. Testphasen in ausgewählten Landkreisen und auf Landesebene in Stufen (2021-2022)
      1. Personalverwaltung (2021)
      2. Berichtswesen (2021)
      3. Fahrzeugimplementierung (2021-22)
    2. Erweiterung der Testphase durch Freigeben der „üE“ auf Landesebene (Q1/2023)
    3. Fehlerbeseitigung durch Nutzererfahrungen/-rückmeldungen (geplant Q2-Q3/2023)
    4. Ende der Testphase und somit Wirkbetrieb (geplant Q4/2023)

Personal der "üE"

  • Feuerwehrangehörige der Ortsfeuerwehren können Mitglied in der „üE“ werden.
    • Mitgliedschaft in mehreren „üE“ ist möglich (im Gegensatz zur Doppelmitgliedschaft)
    • Die Datenhoheit/-änderung bleibt bei der entsendenden Ortsfeuerwehr/Einheit
      • Lehrgangsanmeldung und Tauglichkeiten bei entsendetem Personal zur Zeit nicht möglich/vorgesehen!
    • Für einsatzbedingte Zuweisung von Personal ist eine zeitliche Begrenzung bzw. Löschung (auch über die üE) jederzeit möglich.
  • Personal des betreffenden Landkreises bzw. der betreffenden Gemeinde/Stadt
    • Verfahren wie bei Personal aus der Ortsfeuerwehr
  • externe Personen als Personal der „üE“ (z.B. Angehörige von Hilfsorganisationen oder Nichtmitglieder der Feuerwehr)
    • Mitgliedschaft direkt in der „üE“
    • Anlage und Verwaltung des kompletten Datensatzes durch den Einheitsführer
    • Lehrgangsanmeldungen und Tauglichkeiten durch die „üE“

Fahrzeuge

  • In den Kreis-/Gemeinde-/Ortsfeuerwehren erfasste Fahrzeuge, die der „üE“ abgeordnet werden
    • Die Datenhoheit/-änderung bleibt bei der entsendenden Feuerwehr/Einheit
    • Der Einheit zur Verfügung gestellt (auch LF/SW KatS, Stromerzeuger usw.)
    • Nutzung nur für die Berichtserstellung vorgesehen
  • Eigene Fahrzeuge der „üE“
    • Eigene Fahrzeuge der „üE“ oder Fahrzeug von HiOrg's, die von der „üE“ genutzt werden.
    • Anlage und Verwaltung des kompletten Datensatzes durch den Einheitsführer
      • Wartungs-/Prüfnachweise

Anlegen/Einrichten einer "üE" in FeuerON

  • Das Anlegen einer „üE“ ist nur durch die Firma Dräger möglich!
    • Die Einheit muss im Programm auf dem jeweiligen Knoten angelegt werden:
      • als „Ortsfeuerwehr“ auf Gemeindeebene
      • als „Gemeindefeuerwehr“ auf Kreisebene
      • Vergleichbar auf Landesebene
    • Fester Ablauf der Einrichtung
      1. Gemeinde-/Kreisebene meldet Kreisadmin FeuerON den Einrichtungswunsch
        1. Prüfung der Notwendig-/Sinnhaftigkeit zur Einrichtung (z.B. Personalstärke, Einsatzzweck)
        2. Vorgegebenes Formular für die Meldung
        3. Vorgegebene einheitliche Namensgebung der „üE“
      2. Kreisadmin meldet an das MI mit Excelliste (siehe Anhang), die im Landkreis angeforderten „üE“
      3. MI meldet monatlich die angeforderten „üE an Fa. Dräger
      4. Kreisadmin erhält nach Einrichtung den Rücklauf mit Zugangsdaten von Fa. Dräger bzw. MI
      5. Kreisadmin gibt die Zugänge weiter und unterstützt bei der Einrichtung der Zugänge im Kreis und den Gemeinden

Feste Bezeichnung der "üE"!

  • Die übergeordneten Einheiten sollen landesweit einheitlich bezeichnet werden, um eine bessere Zuordnung zu erreichen!
  • Hierzu werden die regionale Zuordnung (offizielles KFZ-Kennzeichen des LK) und die örtliche Zuordnung aus der Opta verwendet.
  • Anhand der örtlichen Zuordnung können Kreis- und Gemeinde-/Stadteinheiten unterschieden werden.
Beispiel Kreiseinheit üE-KFB-HOL/80
Beispiel Gemeindeeinheit üE-ELW-HOL/25

Einrichtung übergeordnete Einheit Kreis

  1. Benutzer/innen über Knoten „üE Landkreis XXX“ anlegen
  2. Entsprechende „Erlaubte Kennung“ dem/der Benutzer/in zuordnen
  3. Es reicht die Rollenzuordnung wie folgt aus
    1. MI- üE Personen und Fahrzeuge
    2. MI-Abfragen und Exporte
    3. MI-Adressverwaltung
    4. MI-Dienstbuch Einsatzabteilung FF
    5. MI-Einsatzberichte
    6. soll eine Einheit selber neue Benutzer anlegen können noch zusätzlich einmal dem Einheitsführer die folgende Rolle vergeben:
      1. MI-Benutzerverwaltung
    7. Weitere Rollen sind der Musterrollenzuweisung unter Informationen zu entnehmen
  4. Anmeldung der Benutzer erfolgt auch über Knoten „üE Landkreis XXX“

Einrichtung "üE" Stadt/Gemeinde/BF/WF

  1. Benutzer/innen über Knoten der Stadt/Gemeinde anlegen
  2. Entsprechende „Erlaubte Kennung“ dem/der Benutzer/in zuordnen
  3. Nur die folgende Rollenzuordnung vornehmen
    1. MI- üE Personen und Fahrzeuge
    2. MI-Abfragen und Exporte
    3. MI-Adressverwaltung
    4. MI-Dienstbuch Einsatzabteilung FF
    5. MI-Einsatzberichte
  4. Anmeldung der Benutzer erfolgt über den Stadt-/Gemeindeknoten

Zuordnung von Personen durch die Ortsfeuerwehr/BF/WF

  • Modul Personen
  • Person suchen
  • Personenstammdatensatz öffnen
  • Menü „Andere Dienste“
  • Untermenü „Übergeordnete Einheiten“
  • „Neuer Eintrag“
  • Organisation aus dem Orga-Baum heraussuchen
  • Von-Datum eingeben
  • bei temporärer Zugehörigkeit gleich ein bis-Datum z.B. in 14 Tagen eingeben
  • Tätigkeit kann optional verwendet werden
  • Zuordnung in die entsprechenden übergeordneten Einheiten erfolgt dort, wo der Personalstamm der Person angelegt ist. In der Regel ist dieses die Ortsfeuerwehr.
  • Eine Mitgliedschaft in mehreren Einheiten ist möglich
    • auch auf unterschiedlichen Ebenen
      • Gemeinde, Kreis oder Land
  • Bei Einheiten mit Untergliederung der „üE“ erfolgt die weitere Sortierung über Zug/Gruppe
    • z.B.: KFB 1. Zug